Hier haben wir für Sie genauere Informationen zu folgenden Themen zusammengestellt:
Darmspiegelung (Koloskopie)
Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die wichtigste Untersuchungsmethode zur frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen des Enddarms, des Dickdarms und der unteren Dünndarmabschnitte. Sie ist in Bezug auf ihre Aussagekraft anderen Verfahren wie Röntgen und Ultraschall weit überlegen. Nur bei dieser endoskopischen Methode ist es dem Arzt möglich, die entsprechenden Organabschnitte unter direkter Sicht zu untersuchen und gegebenenfalls direkt Gewebeproben aus auffälligen Veränderungen zu nehmen.
Heute ist die Untersuchung durch die Verwendung moderner Geräte nicht mehr belastend für den Patienten. Dünne und flexible Endoskope ermöglichen es dem erfahrenen Arzt, die Untersuchung schonend und nicht belastend durchzuführen. Auf Wunsch ist die Untersuchung selbstverständlich mit Beruhigungsspritze oder Kurznarkose möglich, allerdings muß dann am Untersuchungstag auf das Führen von Kraftfahrzeugen oder Bedienen von Maschinen verzichtet werden.
Sollten bei der Untersuchung krankhafte Darmveränderungen und insbesondere Krebsvorstufen, z.B. sogenannte Polypen, festgestellt werden, können diese sofort über das Endoskop abgetragen werden. Dadurch wird dem Patienten eine erneute Untersuchung und insbesondere auch eine erneute Darmreinigung erspart.
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Was ist eine Dickdarmspiegelung?
Die Dickdarmspiegelung ist eine Untersuchung des Dickdarms (Kolon) mit einem Spezialendoskop, dem Koloskop. Der Arzt kann mit Hilfe der Koloskopie den Dickdarm betrachten und bei Bedarf Biopsien (Gewebeproben) entnehmen oder kleinere operative Eingriffe durchführen.
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Wie funktioniert die Koloskopie?
Das Koloskop ist ein biegsames Endoskop, etwa von der Dicke eines kleinen Fingers (zehn bis 12 Millimeter) und der Länge von anderthalb Metern. Es besteht aus einem optischen System mit Objektiv und Okular, einer Lichtquelle und einer Spül- und Absaugvorrichtung. Außerdem besitzt es Arbeitskanäle, durch die chirurgische Instrumente für die Entnahme von Biopsien oder für kleinere operative Eingriffe eingeführt werden können. Das optische System des Koloskops ist über eine Kamera mit einem Monitor verbunden.
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Wann ist eine Dickdarmspiegelung notwendig?
Der Arzt kann eine Koloskopie zur Abklärung (Diagnostik) verschiedener Krankheiten veranlassen.
Dazu gehören:
- Blutungen im Darm
- Positiver Hämoccult-Test: Mit diesem Test können geringe Mengen nicht sichtbaren Blutes im Stuhl nachgewiesen werden.
- Änderung der Stuhlgewohnheiten wie anhaltender Durchfall (Diarrhoe) oder Verstopfung
- Anhaltende Schmerzen im Bauchbereich
- Bei symptomfreien Patienten zur Tumorsuche im Rahmen von Vorsorge-Untersuchungen
Erkrankungen, die durch die Koloskopie erkannt werden können, sind:
- Darmkrebs
- Dickdarmpolypen (meist gutartige Gewächse)
- Divertikulose - Divertikulitis: Als Divertikulose bezeichnet man Ausstülpungen der Darmwand. Entzünden sich diese Ausstülpungen, spricht man von Divertikulitis.
- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
Während der Koloskopie kann der Arzt auch Biopsien entnehmen. In einem Labor werden diese Gewebeproben schließlich untersucht, um eine genaue Diagnose zu erhalten.
Zusätzlich zur Diagnostik ist es dem Arzt möglich, während der Koloskopie therapeutische Maßnahmen durchführen, z.B. Entfernung von Darmpolypen (Polypektomie) mit elektrischer Schlinge oder Zange.
Seit Oktober 2002 gehört die Darmspiegelung zur gesetzlichen Darmkrebsvorsorge ab dem 55. Lebensjahr: Für Menschen in diesem Alter werden die Kosten einer Vorsorge-Darmspiegelung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
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Was ist im Vorfeld der Koloskopie zu beachten?
Blutverdünnende Medikamente (z.B. Aspirin, ASS, Godamed oder Marcumar) sollten einige Zeit vorher abgesetzt werden. Vor der Koloskopie wird der Darm des Patienten durch abführende Maßnahmen gereinigt. So beginnt der Patient am Tag vor der Untersuchung, drei bis vier Liter mineralhaltige Spüllösung zu trinken, um den Darm zu säubern. Dabei muss der Patient nüchtern sein. Zusätzlich soll er viel Wasser, Saft oder Tee trinken, bis nur noch klare Flüssigkeit (wie Kamillentee) entleert wird.
Sollte der Patient an einer akuten Divertikulitis (Entzündung vonDarmwand-Ausstülpungen) leiden, besteht die Gefahr, dass das Koloskop bei der Untersuchung die Darmwand durchstößt (Perforation). Um diese Komplikation zu vermeiden, wird der Arzt in diesem Fall zunächst auf eine Koloskopie verzichten und die Erkrankung mit Medikamenten behandeln.
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Wie läuft die Darmspiegelung ab?
Ein sedierendes Medikament wird vor Beginn der Darmspiegelung verabreicht. Der Patient darf bis zu 24 Stunden nach der Untersuchung nicht selbstständig Kraftfahrzeuge fahren oder Maschinen bedienen. In diesem Fall sollte er sich mit Bus oder Taxi nach Hause bringen oder sich am besten abholen lassen!
Bei der Untersuchung schiebt der Arzt das Koloskop über den After in den Mastdarm und von dort aus weiter in den gesamten Dickdarm vor. Durch das Einblasen von Luft entfaltet sich der Dickdarm und ist so besser für den Arzt einsehbar. Mit Hilfe der Biegsamkeit des Endoskops kann der Arzt die verschiedenen Windungen des Dickdarms gut überwinden und das Koloskop auf diese Weise bis zur Mündung des Dünndarms in den Dickdarm führen. Bei bestimmten Fragestellungen wird auch versucht, das Koloskop ein kurzes Stück (etwa zehn Zentimeter) weit in den Dünndarm hineinzuschieben.
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Welche Komplikationen können bei der Koloskopie auftreten?
Da während der Untersuchung ein beruhigendes und schläfrig machendes Medikament, ein so genanntes sedierendes Mittel, gegeben wird, darf der Patient für den Rest des Tages nicht selbst ein Fahrzeug steuern. Daher sollte er mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder, falls er einen eigenen Pkw hat, nur als Mitfahrer zur Untersuchung kommen.
In sehr seltenen Fällen kann es bei der Dickdarmspiegelung zur Durchstoßung der Darmwand (Perforation) kommen.
Nachblutungen sind, vor allem nach Abtragung von Polypen, auch noch nach einigen Tagen möglich.
Durch die Gabe eines sedierenden Medikaments kann es bei einer bestehenden Erkrankung zur Verschlechterung der Herz- und Lungenfunktion kommen.
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Magenspiegelung (Gastroskopie)
Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist die wichtigste Unter- suchungsmethode zur frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens und der oberen Dünndarmabschnitte. Ihre Aussagekraft ist anderen Verfahren wie Röntgen und Ultraschall deutlich überlegen. Nur bei der sogenannten Endoskopie ist es dem Arzt möglich, die entsprechenden Organe unter direkter Sicht vergrößert und in Farbe zu untersuchen und falls nötig, direkt Gewebeproben aus auffälligen Veränderungen (schmerzlos!) zu entnehmen.
Heute ist die Untersuchung durch die Verwendung moderner Geräte nicht mehr belastend für den Patienten. Dünne und flexible Endoskope ermöglichen es dem erfahrenen Arzt, die Untersuchung schonend und nicht belastend durchzuführen. Auf Wunsch ist die Untersuchung selbstverständlich mit Beruhigungsspritze möglich, allerdings muß dann am Untersuchungstag auf das Führen von Kraftfahrzeugen oder Bedienen von Maschinen verzichtet werden.
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Was ist eine Magenspiegelung?
Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist eine endoskopische Untersuchung des Magens. Mit Hilfe eines speziellen Endoskops betrachtet der Arzt dabei die Speiseröhre (Ösophagus), den Magen und den Zwölffingerdarm (Duodenum).
Diese Untersuchung wird auch als Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) bezeichnet.
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Wie funktioniert die Magenspiegelung?
Die Untersuchung erfolgt mit einem Gastroskop. Ein Gastroskop besteht aus einem sehr beweglichen, mit Kunststoff ummantelten Einführungsschlauch von weniger als 1 cm Durchmesser. Es besitzt eine Spül- und Absaugvorrichtung und einen Arbeitskanal, durch welchen Instrumente, z.B. Miniaturzangen zur Entnahme von Gewebsproben oder für therapeutische Eingriffe (z.B. Blutstillung) eingeführt werden können. An der Spitze befindet sich eine winzige Videokamera, die Bildübertragung erfolgt auf einen Monitor. Die Entnahme von Gewebeproben ist wie die gesamte Gastroskopie nicht schmerzhaft. Die Magenspiegelung dauert im Regelfall deutlich weniger als 10 Minuten.
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Wann ist eine Magenspiegelung notwendig?
Bei folgenden Beschwerden ist eine Gastroskopie sinnvoll:
- Unklare Schluckstörungen
- Wiederkehrendes Sodbrennen
- Länger anhaltende Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen
- Blutarmut (Anämie)
- Bluterbrechen oder Teerstuhl
- Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme
Außerdem wird die Gastroskopie zur Therapiekontrolle, z.B. bei Magengeschwüren und bei Blutungen aus dem Ösophagus- und Magenbereich oder zur Kontrolle nach Ösophagusentzündungen oder Magenoperationen angewandt.
Mit der Gastroskopie kann der Arzt auch spezielle Behandlungen durchführen. Dazu gehören beispielsweise:
- Endoskopische Blutstillung
- Abtragung von Polypen im Magen und Zwölffingerdarm: Polypen sind Geschwülste der Schleimhaut.
- Behandlung von Einengungen, z.B. in der Speiseröhre
- Entfernung verschluckter Fremdkörper
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Was ist im Vorfeld der Magenspiegelung zu beachten?
Um den Magen genau beurteilen zu können, muss dieser frei von Speiseresten sein. Deshalb sollte der Patient in der Regel mindestens 12 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen oder trinken. Sollte eine "Beruhigungsspritze" oder "Kurznarkose" gewünscht oder empfohlen werden, darf der Patient bis zu 24 Stunden nach der Untersuchung nicht selbstständig Kraftfahrzeuge fahren oder Maschinen bedienen. In diesem Fall sollte er sich mit Bus oder Taxi nach Hause bringen oder sich am besten abholen lassen!
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Wie läuft die Magenspiegelung ab?
Der Rachen wird vor der Untersuchung durch ein Spray örtlich betäubt, auf Wunsch bekommt der Patient zusätzlich eine Beruhigungsspritze (siehe oben). Beim auf der linken Seite liegenden Patienten führt der Arzt das Gastroskop über den Mund in die Speiseröhre ein, weiter in den Magen und in den nachfolgenden Zwölffingerdarm. Durch Einblasen von Luft entfaltet sich der Magen, sodass ihn der Arzt besser einsehen kann. Je nach Krankheitsbild kann der Arzt nun Biopsien, z.B. zur Feststellung von Magenbakterien (Helicobacter pylori), entnehmen oder therapeutische Eingriffe vornehmen.
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Welche Komplikationen können bei der Magenspiegelung auftreten?
Endoskopische Untersuchungen werden weltweit seit vielen Jahren millionenfach sicher durchgeführt. Trotzdem kann es in sehr seltenen Fällen zu Komplikationen kommen. Zu nennen sind beispielsweise:
- Verletzungen oder Durchstoßung (Perforation) der Wand des Verdauungstraktes
- Stärkere oder verlängerte Blutungen nach Gewebeentnahme oder nach Abtragung von Polypen
- Störungen der Atemfunktion und des Herz-Kreislaufsystems bei Patienten, die ein beruhigendes und schläfrig machendes Medikament bekommen haben: Die heutigen Endoskopie-Einrichtungen sind mit den nötigen Gegenmitteln und Notfalleinrichtungen ausgestattet.
- Gebissschäden, vor allem bei lockeren Zähnen
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